Es gab früher Zeiten, da musste mein Vater mich regelrecht zum Mülleimer zerren, damit ich Ordnung machte.
Als ich dann lesen konnte, faszinierte mich das Buch „Lustige Geschichten“, insbesondere daraus die Geschichte „Ordnung muß sein“. Ich begann, Ordnung immer mehr zu lieben.  Vorher-Nachher-Bilder, Anleitungen und Berichte in Magazinen und Büchern spornten mich weiter an, die dargestellte Ordnung umzusetzen.

Da ich examinierte Japanologin bin, zeigte sich mir u. a. auch in Form von Sprache und der japanischen Schriftzeichen, wie wichtig Ordnung und Klarheit sind. Während meiner Zeit in Japan lernte ich zudem unterschiedliche Ordnungssysteme und Tricks kennen, da Japaner bekanntlich i. d. R. auf recht kleinem Raum ihr Hab & Gut unterbringen müssen.

Die aktuelle japanische „Aufräum-Welle“ war also nicht der Anstoß für mich, ordentlich zu werden, aber mein Vorgehen lehnt an dieses System an.



Meine 2. Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin eröffnete mir Einblicke in Ablage- und Ordnungsfunktionen im Büro. Ein mehrmonatiges Praktikum im Housekeeping eines 5-Sterne-Hotels ließ mich wissen, wie Zimmer immer wieder auf Vordermann gebracht und sauber gehalten werden.

Michaela Hackbarth

Ich habe stets sortiert und aufgeräumt und tue es noch heute –  bei mir, meiner Familie, Freunden und Bekannten. Unordnung macht mich unruhig, unzufrieden und blockiert mich und meine Gedanken. Außerdem mag ich es gar nicht, etwas suchen zu müssen. Alles braucht seinen Platz, und wenn alles an seinem Platz ist, weiß ich, dass auch ich am richtigen Platz bin.